Dienstag, 25. März 2014

Kiliansmännle, 23.09.1998



Gerichtskeller
„Die Saufgelage im Gerichtskeller sind endgültig vorbei.“ Eine knallharte Überschrift in der Stuttgarter Zeitung vom 18. September. Und die Zeile darunter lautet: „Alkohol am Steuer sprengt gefürchtetes Verkehrsrichter-Trio am Heilbronner Amtsgericht:  Die „strengen Drei“ sind nur noch zwei.“ – Der Neckar Express berichtete in der Ausgabe der vergangenen Woche ausführlich auf der ersten Seite über den strengen Richter Peter K. (52), der im Laufe seines zwanzigjährigen Waltens als Amtsrichter in Heilbronn hunderten von Autofahrern den Führerschein entzogen hatte. Jetzt ist die Schadenfreude in der Käthchenstadt natürlich riesengroß. An einem verhandlungsfreien Donnerstag im August hatte sich der weinselige Verkehrsrichter einen angenehmen Abend gemacht. Bei der Nachhausefahrt verspürte er einen gewissen Drang. Er lenkte sein Auto in eine Hofeinfahrt, legte ein Pinkelpause ein – und fuhr von dannen. Das gefiel einem Anwohner überhaupt nicht. Er benachrichtigte flugs die Polizei. Die grünberockten Ordnungshüter führten den Richter wenig später aus seinem Heim ab. Ansprechbar sei der Sturzbetrunkene noch gewesen. Sein Alkoholkonsum war beträchtlich: 2,8 Promille wurden im Blut festgestellt. Jetzt muß Peter K. 8.100 Mark Geldstrafe zahlen und darf ein Jahr lang nicht mehr ein Auto steuern. Hinzu kommt, daß er sich für den Rest seines Berufslebens mit zivilen Mietstreitigkeiten und Rechtshilfeersuchen auseinandersetzen muß. Allerdings eine zwangsweise Alkoholtherapie ist ihm erspart geblieben. Der Richter sei mit Sicherheit nicht besser weggekommen als ein ziviler Angeklagter. Beteuert Landgerichtspräsident Dr. Kurt Breucker. Legendäre Saufgelage im Keller des Amtsgerichts gehörten schon lange der Geschichte an. Sagt auch der Chef des Heilbronner Amtsgerichts. Alkoholprobleme gäbe es überall – und im Amtsgericht nicht mehr als in Schulen, Kliniken oder in Finanzämtern. Jetzt wird die Stelle des gestrengen Richters  mit einer Juristin aus der Zivilabteilung besetzt. Und die übergeordneten Herren Richter in Stuttgart müssen vielleicht nicht mehr so viele Urteil aus Heilbronn aufheben – „aus Menschenrechtsgründen“. Heinrich von Kleist, der Patendichter Heilbronns, hat nicht nur das „Käthchen“ geschrieben, sondern auch das Schauspiel „Der zerbrochne Krug“. Auch da geht es um einen Richter, der an andere strengere Maßstäbe legt als an sich selbst. Somit paßt des Richters Fall nach Heilbronn – nicht nur wegen des guten Weines.
  
Wahlplakate verschmiert
Wahlplakate an jeder Ecke. Ob in Heilbronn oder irgendeiner Landkreisgemeinde im Unterland. Besser noch: in ganz Deutschland lächeln uns die Kandidaten für den neuen Bundestag an, der am kommenden Sonntag gewählt wird. Und wie immer, wenn der Bürger optisch stark bedrängt wird, entladen sich automatisch bei vielen Zeitgenossen Aggressionen. Manche schimpfen über die Verschandelung der Landschaft oder des Stadtbildes, andere fühlen sich in ihrer Sicht aus dem Auto beeinträchtigt – vor allem wenn es ums Abbiegen geht. Andere greifen mit krimineller Energie zu Pinsel und Farbe oder gar zu Sprühdosen, um Kandidaten- und Politiker-Gesichter zu verschmieren, die ihnen nicht in den Kram passen. Leidtragende in Heilbronn sind vor allem die Republikaner, die CDU und die SPD. Die Freien Demokraten und die Grünen sind bisher von den häßlichen Schmierereien auf ihren Wahlplakaten verschont geblieben. Die Reps haben Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung gestellt und zur Ergreifung der Täter sogar eine Belohnung von tausend Mark ausgesetzt. Die CDU hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet, weil nicht nur ihre mühsam geklebten Plakate verschmiert, sondern auch Plakatständer massiv und systematisch zerstört wurden. Die Parteien sprechen von einer noch nie dagewesenen Zerstörungswut der bisher unbekannten Täter. In früheren Wahlkämpfen hätte es auch Schmierereien und Zerstörungen der Plakatständer gegeben. Aber nicht in einem solchen Ausmaße wie derzeit. Was wollen die Täter mit ihren Zerstörungen erreichen? Fragen sich viele – und gelangen zu dem Schluß: Hier toben sich Leute aus, die mit ihrem Handeln weit entfernt sind von jeglicher demokratischen Kultur. Verständnisvolle Menschen werden sagen, die armen Leut zeigen mit ihrem Verhalten, daß sie von den bösen Mächtigen an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, in ihrer Kindheit sich nie austoben konnten – eben Produkte unseres unmenschlichen Staates seien. Deshalb zerstören sie Symbole unserer Gesellschaft – zum Beispiel Wahlplakate. Na bitte! Eine schlichte und  passende Erklärung. Andere wieder sagen: Das sind Rowdies oder Asoziale. Klar: Diese Schmierer und Zerstörer gehören bestraft, sofern sie gefaßt werden. Falschparker und Geschwindigkeitsübertreter werden in unserer Gesellschaft ja auch schnell und unbürokratisch zur Kasse gebeten. Und am Montag nächster Woche, dem Tag nach der Wahl – ist da alles wieder vorbei und vergessen?

Die Kleinen am 27sten
Viele kleine Parteien treten bei der Bundestagwahl am Sonntag, 27. September 1998, an. Im Ersten Fernsehprogramm bei der ARD wurden sie vor wenigen Tagen vorgestellt. Die sehr informative Sendung glich dennoch in vielen Teilen mehr einer Kabarettveranstaltung als einer serösen Wahl-Info-Sendung. Und die beiden Moderatoren konnten sich oft ein Lächeln nicht verkneifen. Aber es war gut so, daß die Vertreter der kleinen Parteien sich im Fernsehen vorstellen konnten. Nach der Sendung durfte sich jeder vernünftig denkende Mensch beruhigt zurücklehnen. Er hatte jene Informationen bekommen, die ihn darin bestärkten, richtig zu entscheiden, wenn er keine dieser Parteien bei der Wahl berücksichtigt. Von den rechten Parteien traten auf: Die NPD, die Republikaner und die DVU. Von den linken zum Beispiel die MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands). Und ansonsten? Die Christliche Mitte (die gegen die Islamisierung Europas und Deutschlands antritt), Chance 2000 (jene Partei des Theaterregisseurs Christoph Schlingensief, der mit seinen Anhängern schon am Ferienort des Bundeskanzlers baden ging), die Deutsche Familienpartei, die Feministische Partei (die eine 50-Prozent-Quote für Frauen in allen Berufen einrichten will), die Partei der Bibeltreuen Christen (die sich allerorten auf Jesus Christus beruft und die biblischen Gebote zur Grundlage des Handelns für alle Bürger machen will), das Neue Forum (das einst eine bedeutende Rolle bei der Wende in der DDR gespielt hatte, aber wenig später die politische Kurve im vereinten Deutschland nicht mehr kriegte), die Ökologisch Demokratische Partei (eine konservativ-gestrickte Variante der mehr linksorientierten Grünen), die Naturgesetzpartei (bei der die Yogis für eine bessere Welt fliegen), die Partei für soziale Gerechtigkeit (eine linke Gruppierung, die sich an Leo Trotzki orientiert, dem von Josef Stalin ermordeten Kommunisten-Führer), die Grauen (eine Seniorenpartei um die rüstige und gewaltig argumentierende Trude Unruh) und die Autofahrer-Partei (die lange Zeit ihren Sitz in Heilbronn hatte). Der wählende Bürger hat also eine große Auswahl. Manche der Parteien kandidieren nur auf der Zweitstimmen-Liste und haben keinen Kandidaten in den Wahlkreisen ausgestellt. Viele dieser Gruppierungen kandidieren auch nur in einigen Bundesländern. Alle hoffen auf den großen Zuspruch der Bürger, der sie dann über die Fünf-Prozent-Hürde trägt. Aber es sieht nicht so aus, als ob es eine dieser kleinen Parteien in den nächsten Bundestag schaffen würde.

Alle wollen siegen
Klaus Kinkel von der FDP und Grünen-Chef Joschka Fischer hatten bereits ihre Visitenkarte im Heilbronner Wahlkampf abgegeben. Heute ist Rudolf Scharping, der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und beliebtes Objekt in Comedy-Shows, in Heilbronn, um Harald Friese, seinen Wahlkreis-Kandidaten in Heilbronn, zu unterstützen. Den bisher größten Auftritt in Heilbronn hatte jedoch der Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Schäuble. Daß auch er dabei nicht nur für seine Partei, sondern auch um Unterstützung für seinen Schwiegersohn Thomas Strobl bat – das war sonnenklar. Die Heilbronner Harmonie war beim Schäuble-Besuch brechend voll  (rund 1.400 Menschen), als Thomas Strobl mit seinem Schwiegerpapa das Podium betrat. Strobl hielt sich kurz und knapp. Genügend Zeit also für den derzeit beliebtesten Politiker in Bonn, dem Publikum klar zu machen, daß es bei der Bundestagswahl am Sonntag, den 27sten nur einen Sieger geben dürfe: die CDU/CSU. Dabei sparte Schäuble nicht mit heftigen Attacken in Richtung des rotgrünen Lagers. Schäuble warf Rotgrün vor, daß sie nicht einmal in ihrem eigenen Reihen eine politische Ordnung herstellen könnten. Klar, daß Gerhard Schröder laut Schäuble zu den „unseriösen“ Politiker gehört. Der SPD-Kanzlerkandidat versuche die Wähler zu täuschen, indem er sich wie ein Chamäleon dem Volk präsentiere. Auch versteht Schäuble nicht, wie ein potentieller Wirtschaftsminister Jost Stollmann in Bonn tätig sein solle, der in seinen Auftritten bisher bewiesen habe, daß er von Politik keine Ahnung habe. In einem Interview habe Stollmann das sogar zugegeben. Ob es der SPD schadet? Mit viel Ironie und auch knallharten Fakten gab Schäuble den Heilbronnern zu verstehen, daß „16 Wochen Rot-Grün einem länger vorkommen werden, als 16 Jahre Kohl“. Stabilität, Wohlstand und Frieden seien die Ergebnisse der „Kohl-Politik“. „In der Politik ist es wie beim Fahrradfahren. Bergauf geht es schwer und langsam – aber bergab geht es schnell.“ Mit diesen Worten verwies der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende auf die sinkende Arbeitslosigkeitszahlen. Am Sonntag werden wir wissen, ob ein „Chamäleon-Kanzler“ Gerhard Schröder Deutschland in das nächste Jahrtausend führen wird oder ob es wieder Helmut Kohl sein wird. Oder vielleicht kommt es auch ganz anders? Bei einer Großen Koalition und der CDU/CSU als stärkster Partei im Bundestag wäre ein Kanzler Wolfgang Schäuble möglich. Aber er ist ja ohnehin seit langer Zeit der Kronprinz von Helmut Kohl mit Charles-Syndrom. So wie Oskar Lafontaine als Kronprinz hinter Gerhard Schröder wartet.
  
Verregnetes Weindorf
Das Amt für Marketing, Information und Tourismus der Stadt Heilbronn schätzt die Weindorf-Besucher auf rund 200.000 in diesem Jahr. Andere Beobachter meinen, es wäre nur die Hälfte dieser großen Anzahl gesichtet worden. Und Skeptiker behaupten sogar, daß es nur 50.000 Menschen rund um das Heilbronner Rathaus waren. Die Umsatzrückgänge für die Wengerter lagen heuer bei rund 30 Prozent. Viele Imbißstände schlossen schon weit vor 22 Uhr. Und an manchen Tagen war der Platz vor dem Rathaus so leer, daß man bequem mit einem Auto durch die Stände hätte kurven können. Was des einen Leid, das ist des anderen Freud. Die Weingärtner im Unterland sind froh über die Regentage der vergangenen Wochen. Nach der Hitzeperiode dürsteten die Rebstöcke geradezu nach dem notwendigen Naß. Die Kälte bei diesem vielen Regen hatte dazu noch den Vorteil, vorbeugend gegen Fäulnisbildung zu wirken. Und nach dem Ende des Weindorfs am letzten Freitag kam – wie bestellt – die Sonne wieder hervor. Für die Trauben eine angenehme Herbst-Sonne. Was besseres kann den Weinanbaubetrieben im Ländle gar nicht widerfahren. Für Bernhard Winkler, den Heilbronner Verkehrsdirektor, bleibt das Weindorf – trotz des Einbruchs in diesem Jahr – der Höhepunkt des Heilbronner Festreigens. Und für die treuen Freunde des Heilbronner Weindorfes verkündet Winkler, wo er steht und geht, daß im kommenden Jahr das Weindorf am 9.9.1999 beginnt – und am 17. September endet. Die nächsten Ereignisse rund um den Wein: Diese Woche am Freitag, 25. September, findet bei einer Veranstaltung auf dem Wartberg der Weinleseauftakt und die Einweihung des zweiten Abschnitts des Panoramawegs statt. Übrigens: den groß angekündigten siebenmillionsten Besucher des Heilbronner Weindorfes seit 1971 gab es wirklich. Am Freitag soll er gesichtet worden sein. Bernhard Winkler diplomatisch: „Er wird anonym in die Analen des Weindorfes eingehen, so daß jeder Gast, der beim Finale dabei war, sich als Jubiläumsgast fühlen und feiern darf.“ Ich werde es nie begreifen, wie die Anzahl der Besucher auf dem Weindorf gezählt wird. Es ist halt eine Rechenkunst, die in Heilbronn nur wenige beherrschen. Und die sitzen im Rathaus.

Es „clubbed“ in Heilbronn
Was das Nachtleben angeht, braucht sich Heilbronn jetzt vor keiner baden-württembergischen Großstadt mehr zu verstecken. Innerhalb von nicht mal einem Jahr hat sich in der partymäßig provinziell anmutenden Käthchenstadt eine Club-Szene entwickelt, die ihresgleichen sucht. Zuerst machten drei bislang völlig gastronomisch unvorbelastete Jungs in der Heilbronner Salzstraße aus einem Nachtlokal, das seine besten Tage anscheinend vor langer, langer Zeit gesehen hatte, ein top-besuchtes Clubbing-Mekka. Denn wo sonst als im Titty Twister  – Tarantino/Rodriguez lassen grüßen – läßt sich „from dusk till dawn“ ausgelassen und friedlich zu guter House-Musik auf den Theken tanzen? Dann inszenieren diese drei eine House Parade mit vier Wagen, lauten Beats und 1.000 Ravern im Schlepptau quer durch Heilbronn. Und jetzt (seit 18. September) haben Oliver Renaud, Alexander Schmid und Philipp Keller gemeinsam mit Henning Bachmayer und den eingefleischten Heilbronner Gastro-Größen Jürgen Roß und Uli Mögle eine Clublandschaft in den Räumlichkeiten Alte Gießerei/ehemaliges Mad Max aus dem Boden gestampft, die sich Tempodrom nennt. Noch vier, bald fünf Clubs umfaßt dieser Tanztempel – der Eintritt ist außer bei Großveranstaltungen frei. Das Nachtcafé ergänzt dieses Angebot. Und fast jeder Musikgeschmack wird befriedigt: House in der Voodoo Lounge, Techno im Raveolution, Black Music im Jam Hot, Klassiker der Rockmusik im Star Club und die HNX Platform wird bald den Heilbronner Eigengewächsen Platz zur musikalischen Entfaltung bieten. Über 2.000 Party-People aus ganz Baden-Württemberg kamen zur Eröffnung am Freitag – Samstag herrschte nicht viel weniger Andrang. Allein schon die Einrichtung macht den Besuch des Tempodroms zu einem Erlebnis. So steht in der Voodoo Lounge über der Bar ein großes Aquarium mit wöchentlich wechselnden Zierfischen, die Wände werden von Teufelsgestalten der Heilbronner Künstlerin Conny Latella geziert, der DJ predigt seine House-Klänge von einer Kanzel ,und unter der Decke der Gießerei (Raveolution/Jam Hot) ziehen Raumschiffe aus Pappmaché ihre Bahnen um Planeten aus selbigem Material. Ganz Heilbronn tanzt, und wir alle sind gespannt, was uns die Herren Club-Besitzer in naher Zukunft noch alles bescheren werden.

Die Tigerzähmung
Erstes Fußball-Länderspiel für Deutschland am 5. Juni 1991 in Gladbach gegen Wales. 1992 Vize-Europameister mit der deutschen Nationalelf in Schweden. Zwei Jahre später die „Stinkefinger-Aktion“ bei der Weltmeisterschaft in den USA. Seine Nationalspielerkarriere war somit für die nächsten vier Jahre beendet. Dann nach der diesjährigen WM-Pleite in Frankreich sollte er der Retter des deutschen Fußballs sein. Aber bereits nach zwei Wochen hieß es „und tschüß“. Klar – die Rede ist vom FC Bayern-Star Stefan Effenberg, genannt der Tiger. Warum aber dieser Rücktritt vom Comeback? Und das trotz der Überredungsversuche des neuen Nationalcoaches Erich Ribbeck und des Kaisers Franz Beckenbauer. Der offizielle Grund ist anscheinend Effenbergs Familie. Durch Bundesliga, Champions-League und DFB-Pokal ist der sensible Familienvater natürlich etwas öfter von seiner Frau Martina und seinen drei Kindern getrennt. Doch dies hätte ihm auch eher einfallen können. Die Spieltermine der Nationalmannschaft und die des FC Bayern München stehen schon sehr lange fest. Angeblich war es seine freie Entscheidung, wenn man den Aussagen seiner Frau Glauben schenken darf. Die Kinder brauchen nunmal ihren Vater. Diese sieht Effe ja während der laufenden Saison kaum, wenn er morgens um neun das Haus verläßt und nur zum Mittagessen kurz reinschneit. Dann steht der Tiger erst wieder ab 16 Uhr für seine Lieblinge zu Verfügung. Was für ein „seinen Vaterpflichten nicht nachkommender Halunke“. Insbesondere zu all den anderen Vätern, die acht Stunden am Tag malochen müssen und keine Lohntüte im Wert von ein paar Millionen Mark am Jahresende einlösen dürfen. Ein weiterer, eher inoffizieller Grund ist jener, daß der Tiger mit dem großen Druck nicht fertig wurde, als er die Nummer zehn des traditionellen Spielmachers der deutschen Nationalmannschaft auf dem Spielfeld in Malta trug. All seine Spiele auf Malta gingen ja auch in die Hose. Ein völlig anderer Gesichtspunkt könnte jedoch auch der sein, daß Herr Effenberg sein Ziel bereits nach 14 Tagen erreicht hat: Terrier Berti Vogts ist als Bundestrainer weg!

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